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Wie sieht Ihre Vermögensverteilung aus?

Wie sieht Ihre Vermögensverteilung  aus?

Definition: Was ist Asset Allocation?

Die deutsche Übersetzung verrät es bereits: Vermögensaufteilung. Mit der Asset Allocation teilen Sie also Ihr Vermögen auf verschiedene Assetklassen auf. Das heißt, Sie wählen zum einen aus, in welche Vermögenswerte Sie überhaupt investieren wollen. Zum anderen entscheiden Sie, welchen Prozentsatz Ihres Gesamtkapitals Sie in welche Asset-Klasse stecken wollen. Die Gesamtheit Ihrer Geldanlagen nennt sich dann Portfolio. Statt Asset Allocation oder Vermögensaufteilung hört man manchmal auch den Begriff Vermögensallokation.

 

Die wichtigsten Assetklassen sind:

Aktien

Immobilien

Rohstoffe

Anleihen

liquide Mittel (zum Beispiel Guthaben auf dem Tagesgeldkonto oder Bargeld)

 

Warum ist Asset Allocation wichtig?

Ganz einfach: weil Sie damit das Risiko, mit Ihrer Geldanlage Verluste zu machen, systematisch reduzieren und gleichzeitig dafür sorgen können, Chancen auf hohe Erträge zu haben. Den Grund kennen Sie inzwischen: Verschiedene Assetklassen bergen unterschiedlich hohe Risiken – und liefern damit auch verschieden hohe Erträge.

Wenn Sie nicht alles auf eine Karte setzen, sondern Ihr Geld und damit das Risiko mit einer breiten Vermögensallokation auf verschiedene Anlageklassen streuen, sinkt mit großer Wahrscheinlichkeit also auch das Verlustrisiko. Das Gute: Trotzdem kann ein hübscher Ertrag, genannt Rendite, für Ihr gesamtes Portfolio dabei herausspringen.

Sind Ihnen zum Beispiel Sicherheit und Verfügbarkeit Ihres Vermögens wichtig, werden Sie einen größeren Teil Ihres Kapitals in risikoärmere Assetklassen wie Anleihen und Tagesgeld investieren wollen, als jemand, der eine möglichst hohe Rendite anstrebt und dafür auch bereit ist, stärker ins Risiko zu gehen. Dann wären Aktien die bessere Wahl. Aber auch schon ein Wechsel vom Tages- zum Festgeldkonto bringt in der Regel mehr Rendite – allerdings zum Preis einer geringeren Verfügbarkeit.Ein weiterer möglicher Faktor, der darüber entscheiden kann, wie Sie Ihr Portfolio zusammenstellen, ist die Nachhaltigkeit einer Geldanlage. Das Thema wird immer mehr Deutschen auch bei ihren Finanzen wichtig

 

Welche Asset Allocation empfiehlt sich?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Für jeden Anleger ist ein anderer Mix richtig, je nachdem, welches Ziel Sie verfolgen. Die drei klassischen Anlageziele sind:

Sicherheit

Verfügbarkeit

Rendite

Man nennt sie auch das "magische Dreieck der Geldanlage". Magisch deshalb, weil Sie immer nur höchstens zwei Ziele gleichzeitig erreichen können. Das dritte wird zwangsläufig vernachlässigt.Sind Ihnen zum Beispiel Sicherheit und Verfügbarkeit Ihres Vermögens wichtig, werden Sie einen größeren Teil Ihres Kapitals in risikoärmere Assetklassen wie Anleihen und Tagesgeld investieren wollen, als jemand, der eine möglichst hohe Rendite anstrebt und dafür auch bereit ist, stärker ins Risiko zu gehen. Dann wären Aktien die bessere Wahl. Aber auch schon ein Wechsel vom Tages- zum Festgeldkonto bringt in der Regel mehr Rendite – allerdings zum Preis einer geringeren Verfügbarkeit.

Mitentscheidend für die Asset Allocation Ihres Portfolios kann zudem sein, wie groß der Zeitraum ist, über den Sie Ihr Geld anlegen wollen. Generell gilt: Je mehr Zeit Sie haben, desto mehr Risiko können Sie eingehen. Denn dann machen Ihnen Krisen weniger aus, weil sich kurzfristige Kurs- und Wertschwankungen auf lange Sicht wieder ausgleichen.

 

Was ist Rebalancing?

Mit Rebalancing sorgen Sie dafür, dass die von Ihnen gewählte Asset Allocation langfristig erhalten bleibt. Höchstwahrscheinlich entwickeln sich Ihre verschiedenen Assetklassen nämlich nicht parallel.

Nehmen wir an, Sie haben 3.000 Euro in Aktien investiert und 3.000 Euro in Anleihen. Dann haben Sie sich für eine Vermögensallokation entschieden, bei der Ihr Kapital zu 50 Prozent in Aktien und zu 50 Prozent in Anleihen steckt.

Nun kann es aber sein, dass Ihre Aktien innerhalb eines Jahres um 9 Prozent im Wert steigen, Ihre Anleihen hingegen nur um 1 Prozent. Ihre Aktien stehen dann bei 3.270 Euro, Ihre Anleihen nur bei 3.030 Euro.

Das Verhältnis hat sich verschoben: Statt des ursprünglichen 50-zu-50-Verhältnisses machen Ihre Aktien nun einen Anteil von 52 Prozent aus, die Anleihen sind auf 48 Prozent geschrumpft. Das bedeutet: Sie müssen Ihr Portfolio neu gewichten – rebalancen.

Um die alte Verteilung innerhalb Ihres Portfolios wiederherzustellen, können Sie nun entweder "neues Geld" in die Assetklasse investieren, die sich schlechter entwickelt hat; in unserem Beispiel also in Anleihen. Umgekehrt können Sie auch Anlagegegenstände aus der Assetklasse verkaufen, die hinzugewonnen hat (hier: Aktien), und kaufen von dem realisierten Gewinn in der Verlierer-Assetklasse nach.

Nehmen wir an, Sie entscheiden sich für die zweite Variante. Dann müssten Sie zunächst Aktien im Wert von 120 Euro verkaufen. Die stecken Sie dann komplett in Anleihen, wodurch Sie in den ursprünglichen Stand zurückkehren: Ihre Aktien sind nun 3.150 Euro wert, Ihre Anleihen ebenfalls – das gewünschte Verhältnis von 50 zu 50.

 

 

Gut zu wissen: Rebalancing ergibt Sinn, weil Renditen von Wertpapieren wie Aktien und Anleihen langfristig von der sogenannten Regression zum Mittelwert gekennzeichnet sind. Das heißt, sie nähern sich tendenziell wieder der für die jeweilige Assetklasse durchschnittlichen Rendite an. Performt eine Assetklasse in einem Jahr stark, ist es statistisch wahrscheinlich, dass das in Zukunft wieder anders aussieht – und umgekehrt.

 
Die Vermögensverteilung muss  also regelmäßig – mindestens jährlich und wenn sich persönliche Daten oder Ziele ändern - überprüft werden!

 



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